„Gut gemeint, aber immer daneben, der als Frage getarnte Kommentar von Besuchern: ‚Hast du die alle gelesen?‘ Die, das sind Bücher in zwei, drei oder mehr Regalen. Ja, die stehen nicht einfach so rum, sondern sind gelesen, manchmal mehrfach, lösen beim Betrachten wohlige Erinnerungen aus, zaubern Bibliothekscharme ins Wohnen – und sind für immer mehr Menschen völlig aus der Zeit gefallen. In der skeptischen Kontrollfrage schwingt latente Aggression mit […]. Bildungsbücherwände sind sentimentale Zurschaustellungsstaubfänger, ihr Anblick wirkt unaufgeräumt und torpediert den reduzierten Wohn-Chic. ‚Was für ein Opa-Style‘, entfährt es dem benachbarten Paar, das erinnere an großelterlichen Mahagoniburgen. Ja, beim Anblick einer Bücherwand schüttelt es manchen, der ausladende Flachbildschirm-Altäre anstandslos bewundert.“

Pah, das ist mir sowas von egal. Unsere „Bildungsbürgerbücherwand“ ist der zentrale Einrichtungsgegenstand unseres Wohnzimmers, in dem seit mehr als zehn Jahren auch kein (Flach-)Bildschirm mehr steht. So viel Distinktion gönnen wir uns!

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien-wohnen/buecherregal-farbsortierung-oder-abc-was-ist-besser-accg-201035677.html ($)

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