„Stillstand“ ist eine filmische Aneinanderreihung menschenleerer Orte in Sachsen-Anhalt: ein S-Bahnhof, ein Supermarkt, ein Spielplatz, eine Konzertbühne und viele weitere. Die Orte wirken, als hätten die Menschen sie gerade erst verlassen. Was bleibt, sind Spuren ihrer unmittelbaren Anwesenheit – doch die Menschen selbst sind verschwunden. Durch eingeblendete fiktive Namen, Altersangaben sowie soziale und berufliche Rollen wird sichtbar, wer diese Orte bis vor wenigen Augenblicken belebt haben könnte. Die Namen verweisen dabei auf Menschen mit Migrationsgeschichte – Menschen, die Teil des gesellschaftlichen Lebens in Sachsen-Anhalt sind. Mit jedem weiteren verlassenen Ort verdichtet sich das Gefühl einer plötzlichen Leere. Aus dem alltäglichen Leben wird ein Szenario des Verschwindens. Am Ende bleibt nur ein Wort …