Ftx2826

Ausgerichtet von Penelope

slowtiger

“Unser erster Pfahl.”
“Ja.”
“Ich kann direkt sehen, wo das Haus stehen wird.”
“Ja.”
“Und bis wohin dann das Wasser reicht.”
“Ja.”
“Was bin ich froh, so eine kluge Else zu haben!”

o/1MS\o ⌨️🐧 | #​WeAreNatenom

“Schatz, ist das nicht romantisch?”
“Hmm, noch.”
“Wie noch??”
“Durch den Klimawandel und das Schmelzen der Gletscher und Polkappen steigt hier der Meeresspiegel voraussichtlich um ca. 1,2 Meter.
Damit ist dieser Strand bis hinten zur Strasse komplett unter Wasser.”
“Orr, Du kannst einem aber echt die Urlaubsstimmung vermiesen!”

Xela

Schweigend starrten beide hinaus aufs Meer. Der gemeinsame Urlaub hätte die Liebe auffrischen sollen, aber das einzige das hier auffrischte war der kalte Wind.
Die Farben des Sonnenuntergangs, das Rauschen der Wellen, die salzige Luft – alles war wunderbar. Doch sie hatten sich einfach nichts mehr zu sagen. Er überlegte, ob er ihre Hand nehmen, etwas zu ihr sagen sollte. Kein Ton kam ihm über die Lippen. Zu spät. Langsam versank die Sonne hinter dem Horizont.

fin 🦣

„Geschichten enden am Meer. Was für eine Behauptung! So ausgetreten wie der Sand unter unseren Füßen. Die Kadrage eine Lüge, hier reiht sich Mensch an Mensch. Was hast du noch?“

„Ein Flachdachkomplex über Gatow. Zwei Liegestühle im Kiesbett.“

„Gut.“

„Die europalettengestapelte Gemütlichkeit auf endlosen Dachbitumbahnen über Niederschöneweide.“

„Besser“

„Ein oberes Parkdeck in Gropiusstadt. Weitblick inklusive.“

„Hin da. Schlussbild & aus.“

Shovrog

Als wir am Strand ankamen, blickten wir auf das abendliche Meer. Es war leicht windig, doch dies wunderschöne, blassrosa Licht der untergehenden Sonne verlieh diesem Moment einen magischen Hauch. Ich spürte, wie du deinen Arm um mich legtest und dich an mich schmiegst. Ich blickte dich an und sah deine funkelnden Augen und dein bezauberndes Gesicht mit diesem kleinen Lächeln, drehte meinen Kopf zu dir und wir küssten uns zärtlich und voller Leidenschaft.

Devin McColey

Wir dachten, es würde sich nie etwas ändern. Es würde immer so weiter gehen.
Anfangs fühlte es sich komisch an, dass das Archiv von Roberta verwaltet wurde.
Nachdem Justus weg war, wurden die Ermittlungen schwieriger.
Irgendwann hatte sich einfach alles geändert.
Jetzt treffen wir zwei uns nur noch einmal im Jahr auf diesem steinigen Strand, sehen uns den Sonnenuntergang an. Und wir sprechen über Früher, als wir dachten es würde sich nie etwas ändern.

Mina

Man muss schon sehr nah an das Pärchen herantreten, um zu erkennen, dass sie nicht aus Knochen und Fleisch gemacht, sondern in Kunstharz gegossen sind.

Scheinbar ewig schweigend blicken sie aufs Meer, doch wer wirklich Geduld hat, erwischt sie manchmal beim Wispern:

“Was meinst du? Kommt er noch?”

“Ganz gewiss!”

Tanja Wawuschel

Hannah hatte sich sooo auf diesen Urlaub gefreut. Zusammen mit Sven in den Sonnenaufgang blicken…

Am 1. Morgen sagte Sven zu ihr: “Du bist die Liebe meines Lebens, ich möchte es mit niemandem anders teilen. Deshalb…”
Sven schluckte
“Frage ich Dich, ob Du bei mir bleibst, wenn ich die Geschlechts-Anpassung zu Svenja mache.”

Hannah wendete sich mit Tränen in den Augen von Sonne und Svenja ab. Ja, würde sie. Endlich hatte sich Svenja entschieden, zu sich zu stehen.

Klaus

Ostsee: das verrät das Licht.
Stimmung: eine richtig nette.
Lächeln: deutlich im Gesicht,
zeigt sogar die Silhouette.

Sonne: sinkt, färbt Welt und Seelen
zaubrisch bunt: orange, blau, rosa …
So kann der Ort eins nicht verhehlen:
Hier ist Poesie, nicht Prosa!

Blicke: je in eine Richtung?
In der Liebe darf das sein!
Hier, genau wie in der Dichtung,
reicht Achtsamkeit, Respekt … und Wein.

Wein? Steht vor dem Bildausschnitt:
trinkt doch gerne einen mit!

Johnny Than

“Diese Grenze ist aber schlecht bewacht. Nur Pfeiler und Schnur.”

“Ich werde sie trotzdem nicht überschreiten. Das letzte Mal als ich hier war, haben wir das als Mutprobe gemacht.”

Sie schwieg und hörte ihm zu.

“Seitdem habe ich das Gefühl, das ich verfolgt werde. Ständig an Grenzen stoße. Es nur abwärts geht. Dieser Ort hier ist verflucht. Ich fühle es auch jetzt wieder.”

“Nicht ‘nur’ abwärts. Immerhin haben wir uns gefunden.”

Er schwieg.

Katja

„Ich werde hierbleiben.“
„Ich auch. Die Insel ist wunderschön.“
„Du hast mich nicht richtig verstanden. Ich fahre morgen nicht mit dir zurück.“
„Wie meinst du das? Die Fähre geht um acht. Die nächste fährt erst in drei Tagen.“
„Unsere Geschichte endet hier. Ich brauche einen Neuanfang.“
„Du verlässt mich?“
„Wir haben einander doch längst verlassen.“
„Wer ist es?“
„Ein Leuchtturm. Nächste Woche beginne ich meine neue Stelle als Leuchtturmwärterin.“

Der böse Hexe Njähähä 🧙‍♀️🪄⚡️

Weißt du, Maus, das Schöne ist, mit dir kann ich auch die stillen Momente genießen. Alle sind nur am Plappern. Wer hört den leisen Wellen schon zu? Schau mal, wir stehen hier ganz allein. Die anderen sitzen im Hotel vor der Glotze. Ist das nicht ein tolles Licht? Diese Farben! Immer wieder interessant, dass unten dieser dunkle Streifen ist, wo doch unten die helle Sonne ist. Gleich ist sie weg! Siehst du? Es ist nur noch ein winziges Bisschen zu sehen. Schau doch mal!

Feli

Difficile est dystopiam non scribere. 😔

Blaustern

Sie: Lass uns zurück ins Hotel gehen. Ich hab Hunger.
Er: Auf mich?
Sie: Auf Pizza!

Tiefes Grummeln.
Er schaut sie an.
Sie: Ich war das nicht.

Da baut sich das Meer über dem Menschenpaar auf und entnimmt es dem Strand.

Das Meer: Abendessen!

#FreitagsTexterei