Ftx4126

Ausgerichtet von Katja, und zwar hier

fraujessica

auf dem stuhl links saß der alte fischer, auf dem stuhl rechts sein sohn, der angler. in der mitte emma, tochter bzw. enkelin. der fischer: so lasst uns unseren heutigen fang begutachten, 10 kilo krabben dürften es sein. der angler fügte hinzu: zwei hummer konnte ich dem meer entreißen. emma: die letzten lebendigen wesen aus einem sterbenden meer. lasset sie leben in unseren bassins. das publikum applaudierte. sie verbeugten sich.

Devin McColey

Tag 23:
Ich stehe jeden Tag mit dem schwarzen Mantel und der blauen Hose zwischen den Skulpturen.
Beobachte still die Umwelt, die Tiere und die Menschen.
Bisher schöpft keiner Verdacht.
In zwei Tagen ist mein Bericht fällig. Dann werde ich entscheiden, wie es mit diesem Felsbrocken, den sie Erde nennen, weiter gehen wird.
Vielleicht schaffen sie es ja noch…

Penelope

“Ich will nicht!”

“Ach komm. Das wäre so ein schönes Erinnerunsfoto.”

“Nein, die sind gruselig!
Setz Du dich doch und ich mache ein Foto von Dir.”

Tante Rosa war ein bisschen geschmeichelt, es gab so wenige Fotos von ihr.
Sie rückte nochmal ihren geblümten Strohhut zurecht und setz…

Ein Brausen erfüllte die Luft, dann ein Gurgeln und Tante Rosa war – weg.
Dafür war auf der linken Seite eine weitere bizarre Gestalt aufgetaucht. Mit geblümtem Strohhut.

Klaus

UNHEIMLICHE EINLADUNG

Drei Stühle und dahinter wir:
Na komm, setz Dich doch hin!
Mach’s Dir bequem und trink ein Bier,
‘nen Wein, ‘nen Whisky oder Gin.

Wir tun Dir nichts: kannst uns vertraun,
hier gibt’s sogar Pommfritt,
und hast Du Angst, Du kleiner Clown
dann bring doch noch zwei Freunde mit!

Wir feiern dann die ganze Nacht,
das wird ganz sicher schön!
Und morgen früh, so gegen acht,
sind wir statt sieben zehn …

👹

Souly🐧

Stefan schaute links zu Tante Jolanda und rechts zu Onkel Tim, ein Blick zu seinem Bruder Erik bestätigte, dass alle mit ihren Gedanken ganz woanders sind.
Papa und Mama schauten auch gerade nicht hin. Vorsichtig prüfte Stefan, ob die Brille nicht so schnell von der Puppe fällt und strich den Stoff glatt. Dann entfernte er sich langsam von der Gruppe. Hoffentlich merkten sie nicht so schnell, dass er sich nun zur Buchmesse verzieht.

Mina

Kolb war meist alleine.

Nicht weil er andere Menschen nicht mochte. Ganz im Gegenteil: Gerne hätte er Freunde oder eine Familie zum Liebhaben um sich gehabt, doch andere fanden ihn einfach öde.

Mit den Jahren hatte er sich fast an die Einsamkeit gewöhnt, doch nie ganz.

Am Strand von Usedom machte er einen Versuch: Aus Strandgut baute er sich eine Gruppe von Freunden. Die redeten zwar auch nicht mit ihm, doch zuhören taten sie geduldig.

KeffetsRedLaw

“Dreht die Figuren um!“, befahl Fürst Potjemkin. „Was soll morgen Katharina die Große denken, wenn sie hier vorbeisegelt und niemand sie anschaut?“

Stenzz

strandeinsam

sie kamen ans meer
um allein zu sein
mit leeren augen
und träumen von vollen netzen
jeder angelte
nichts biss

das meer ermüdete
der wind schlief
der tag versickerte
traurig im sand

keiner wollte bleiben
keiner konnte gehen

lebensmüde fragte einer:
lebst du noch?
der andere nickte nicht
so standen sie gemeinsam
und warteten
auf einen fang der etwas bedeuten würde
auf lange Weile

das meer hatte keine antworten
nur lautlos strandende
wellen

bettina_rbe

ils attendent un applaudissement
qui ne viendra pas
pourtant ils avaient jonglés avec leur chapeaux d’une façon tellement artistique pendant une éternité
ah quelle déception
didi gogo lucky pozzo godo(t)
le p’tit garçon et son père
ils ne bougent pas

Johnny Than

“Wir kommen zum nächsten Versteigerungsobjekt. Das Ensemble trägt den Namen Strandparty. Es ist als ein Stück zu erwerben, das Stück Strand gehört dazu. Das Startgebot liegt bei 10.000 €.”

Sie hob ihr Bietschild. So günstig würde sie nie wieder ein Stück Strand kaufen können. Und wenn sie dem Kunstwerk erst das Geheimnis entlockt hatte, würde der Schatz ihr ein gutes Auskommen bescheren.

So in Gedanken verpasste sie fast, das noch jemand mitbot.

Xela

Eine illustre, kleine Gesellschaft unweit des Fischerdorfes. Schweigende Gestalten, scheinbar in ihre Aufgaben vertieft.
Auf wen warten sie? Auf dich oder mich?

Sieben fuhren hinaus und kamen nicht wieder. Ihre Seelen gefangen im Treibgut. Komm ihnen nicht zu nahe, sie hungern nach der Wärme deines Körpers.

Andreas Kilgus

Sie waren in helle Aufregung geraten, als Herr Brodenbeck ihnen das Geheimnis anvertraute – ausgerechnet nachdem ihr Fußball schon wieder seine Scheibe zertrümmert hatte. Nach fieberhafter Überlegung möglicher Gegenwehr stellten sie schließlich ein möglichst abschreckend wirkendes „Begrüßungskomitee“ auf.

Heute wusste Sandra, dass sie reingelegt worden waren. Am Strand war überhaupt kein UFO-Landeplatz für die Menschheit vernichtende Aliens.

Oder es hatte funktioniert.

fin

Wie so viele Badegäste in ihren ersten Urlaubstagen, beherrschte auch die Familie Klein aus Stuttgart nicht auf Anhieb den Dresscode der Inselbewohner.

Anya Karl

Seit seiner Kindheit säuberte er den Strand der kleinen Bucht. Lange hatte er Treibgut und Müll gesammelt. Jetzt fand er auch Menschen.
Wenn er ihnen begegnete, war es zu spät, sie kennenzulernen, aber vergessen würde er sie nie.
Aus seinen Fundstücken hatte er ihnen ein Denkmal errichtet. Jedes Mal, wenn es neue Stühle zu füllen gab, betrachtete er sie und stellte sich vor, dass sie glücklich für ein Bild posierten. In ihrer neuen Heimat. Auf dieser Seite des Meeres.

Tanja Wawuschel

Die Dorfbewohnenden hatten die Jungs gewarnt. Mehrfach.
Seit sie in ihrer Kindheit keine Antwort auf ihren Liebesbrief an Paul bekommen hatte hasste Rosalie Boybands. Verfluchen würde sie sie.
Seit Jahren war keine mehr in einem Radius von 100 km um das Örtchen aufgetaucht.

Die Jungs hatten die Dorfbewohnenden verspottet. Sie glaubten nicht an Magie. Sie wollten ihr Strandkonzert spielen.

Seitdem hatten die Dorfbewohnenden einen Beweis für Rosalies Rache….

#FreitagsTexterei