Wachstumsschmerzen, 24.08.2026, Rayna Trouble
Nie wirst du mich in diesem Fummel sehen. Mich lüstern anschauen und dir denken, wie wunderschön kann ein Mensch sein. Nie mehr werde ich durch deine Blicke mich gesehen und begehrt fühlen. Nichts mehr da, zwischen uns. Nicht als hättest du mich davor begehrt, geschweige denn gewollt oder auch nur mit einem Funken Lust anschauen wollen. Und es ist auch nicht so als hätte es mir ab einem gewissen Punkt nichts mehr ausgemacht, weil ich ja weiß – diese Ebene haben wir nicht und das ist okay und schön, weil wir haben so viele andere Ebenen. Aber jetzt, habe ich ja nicht mal mehr eine mit dir. Immerhin lebst du noch, sonst hätte ich schreiben können: aber jetzt, habe ich nicht mal mehr keine mit dir und das wäre toll gekommen so lyrisch, aber du lebst und ich lebe und das ist gut denn noch Mal auf diese diffuse Art trauern will ich nicht. (Auch wenn ich weiß ich muss).
Es zermürmbt mich, meine Entscheidung, diese Losen Fäden. Ich habe losgelassen weil ich müde bin und nicht mehr kann, und alles was ich fühle ist das du loslässt weil du mich nicht mehr lieben willst. Lieben ist wollen, oder? Ich bin verunsichert. Eigentlich und uneigentlich weiß ich was lieben für mich bedeutet, aber mit dir ist es anders. Bei dir scheine ich das zu vergessen, ich versuche mich an Gefühlen und Erinnerungen festzuhalten, damit ich unsere Liebe nicht vergesse. Damit ich nicht vergesse, was wir für mich sind und doch bin ich verunsichert und du bist schon viel zu lange nicht mehr bei mir um es mir zu sagen. Vielleicht willst du es mir auch schon seit langem nicht mehr sagen.
Ich bin kitschig, und ich will, dass meine Jugendliebe bleibt. Ich will sie halten und sie nähren, ich will sie wachsen und gedeihen sehen. Wie furchtbar diese Dynamiken sind die wir kreiert haben um uns voneinander zu schützen womit wir uns nur selbst kaputt gemacht haben. Ich kann noch weniger damit leben, dass es diese andere Person gibt die du liebst die einfach alles besser macht und mich in den Schatten stellt.......ES IST SO VIEL RISIKO! Wieso habe ich das überhaupt vorgeschlagen, WIESO bin ich diesen Schritt überhaupt gegangen. WIESO hab ich erst alles dir angetan und wieso habe ich mir das dann alles angetan? Poly sein, nach so langer Zeit und mit so viel Geschichte, ich will die Hoffnung nicht verlieren, aber es tut weh und ich bin müde.
Du fühlst dich an wie die strahlende Sonne die ich nicht spüren kann, weil ich krank im Bett liege. Zu schwach um spielen, zu empfindlich um sie zu spüren, nicht lediert genug um es einfach zu verschlafen. Ich bin ein Frack und ich habe mich selbst dazu gemacht.
Leider brauche aber auch ich etwas zurück, zumindest das Gefühl, dass auch ich es wert bin geliebt zu werden.
ich falle und ich will, dass wir beide fallen du bist so weit weg von mir und nichts von dem was du sagst scheint mehr dir zu gleichen du bist mir fremd geworden obwohl wir das selbe Tempo halten, wir wie ein Uhrwerk ticken der Takt der Musik uns antreibt: weiter, immer weiter wir die Playlist gemeinsam bespielt haben
wir spüren den Wind an unseren Wangen vorbei preschen du streckst deine Arme nach oben und fühlst dich frei so frei wie noch nie ich strecke meine Arme nach oben und versuche zu atmen
wenn wir fallen hört es einfach auf wenn wir beide fallen braucht es den Antrieb nicht dann muss ich nicht mehr atmen
ich falle und ich will, das wir beide
liebste grüßlis und passt auf euch auf