Mit “Skopje 2014” wird ein großes Bauprojekt in der nordmazedonischen Hauptstadt bezeichnet. Wenn man durch die neu bebaute Innenstadt geht, hat man den Eindruck in einer anderen Zeit gelandet zu sein. Architektur, die von großem Macht- und Nationalbewusstsein zeugt. Die Presse spottet, Skopje sei die Kitsch-Hauptstadt Europas.
Alexander der Große prangt über dem zentralen Platz der Stadt. Nicht weit davon sein Vater Philipp II. Ein großer Trumphbogen protzt. Dazu große Brunnen mit antik anmutender Architektur und eigenartigen Menschenbildern. Denkmale ohne Ende. Tempelartige Architektur für eine Reihe öffentlicher Gebäude ... Viel Größe jedenfalls.
Das alles wurde in den letzten Jahrzehnten gebaut. Es steht in ziemlichem Gegensatz zu dem, was man sonst hier im Land so sieht. Aber es soll offenbar von großer Geschichte und von Selbstbewusstsein zeugen. Am Abend sind dort viele Menschen unterwegs. Ich bin nicht sicher, ob sie die neue Architektur als die ihre angenommen haben...