Ich liebe Open Street Map (#OSM), weil es eine freie Karte für die ganze Welt ist. Unterwegs (und zu Hause) nutze ich immer diese Karte – mit verschieden Apps, vor allem Locus und Osmand~. Ich schätze die Genauigkeit und mag die Idee, dass alle etwas beitragen können. Da kann ich Übersichten gewinnen, aber auch schauen, wie weit es zur nächsten Bank zum Ausruhen ist. Auch die Vielfalt der Darstellungs-Möglichkeiten der Daten je nach Einsatz ist grandios. Gern trage ich selbst Informationen in die Datenbank ein, wenn es sich anbietet.

Wenn ich aber hier auf Wald- und Bergpfaden unterwegs bin, merke ich, dass OSM im West-Balkan streckenweise viel weniger genau ist, als ich das von anderen Gegenden Europas kenne. Wege sind oft unpräzise eingetragen, andere fehlen ganz. Auch wichtige Punkte wie die kleine Kapelle im Wald oder die Quelle hinter der nächsten Biegung, suche ich nicht selten vergeblich. Da braucht es dann einen guten Orientierungs-Sinn und manchmal auch ein bisschen Glück, um sich zurechtzufinden. Noch schwieriger wird das, wenn die Wege völlig zugewachsen sind, weil sie kaum benutzt werden. Wer geht hier schon in den Wald, ohne etwas zu tun zu haben?

Spaßeshalber habe ich dann doch mal zum Monopolisten geschaut (was ich sonst nie tue). Und siehe da: Wenn man die Autostraßen verläßt, ist Google Maps hier oft nicht nur ungenau, sondern völlig lost. Da ist dann nur noch Fläche ohne Information. Also trotz aller Ungenauigkeit auch hier ein Punkt für OSM 😀.

#Technisches


Edit am gleichen Abend: Inzwischen habe ich aus Reaktionen auf diesen Beitrag gelernt, dass “niemand je auf die Idee kommen würde, Google Maps als Wanderkarte zu nutzen”. Das war mir nicht klar, weil ich ohnehin nicht auf die Idee komme, Google Maps zu nutzen.