Workshop: Digitale Mündigkeit
Am Zentrum für Lehrer:innenbildung an der Universität Flensburg habe ich heute einen Online-Workshop zu digitaler Mündigkeit gestaltet. Wichtig ist mir daraus vor allem diese Perspektiven-Verschiebung, für die ich plädiert habe – und die ich auch hier in meinem Blog festhalten möchte:

Hintergrund dafür ist, dass ich den aktuellen KI-Diskurs in der Bildung als sehr toolifiziert wahrnehme. Im Fokus scheint zu stehen, was alles mit diesem Werkzeug gestaltet und gemacht werden kann. Insbesondere geht es dabei gerade viel um Vibe-Coding: Es entstehen immer mehr passgenau und spezifisch gestaltete Anwendungen zum Lehren und Lernen. Ich kann die Faszination einerseits gut nachvollziehen. Ich habe auch selbst sehr viel mit diesen Möglichkeiten erkundet und experimentiert. Andererseits scheint mir diese Ausrichtung zunehmend, an der eigentlich wichtigen, pädagogischen Herausforderung vorbei zu gehen. Das wäre für mich, Verantwortung dafür wahrzunehmen, was KI als zunehmend prägender Teil der Lebensrealität bedeutet und wie sich damit umgehen lässt. Dringend nötig erscheinen mir dazu Räume zur Reflexion darüber, welche Auswirkungen KI-Nutzung auf uns, auf Lernende und gesamtgesellschaftlich hat. Solch eine Orientierung würde dann zugleich auch die Perspektive für eine alternative Form der Gestaltung von KI und Digitalisierung öffnen.
Danke für die Einladung zum Workshop!
