Leise knirschen Muscheln
unter dem Fuß.
Wellen rollen sanft ans Ufer.
Ein Rauschen, das
hinein nimmt,
da sein lässt,
in der Natur.
Seevögel,
die auf und ab hüpfen,
auf den Wogen.
Nass glänzende Steine,
schwarz und weiß,
eingegraben im weissen Sand.
Zwei rote Rosen,
verschlungen in Seegras,
das sich wie ein Herz darum windet.

Meerspaziergang
Sonnenaufgang. Der Steg ragt ins Morgenlicht. Die See schimmert bläulich.
Zwischen den großen Ufersteinen liegt ein Rettungsring.
Gehen. Weitergehen.
Hier ist der Strand. Der Fuß tritt zwischen den verschütteten Felssteinen in den Sand. Der Boden wird fester. Ein Saum aus Steinen, Muscheln, Rotalgen und Seegras bildet die Wasserkante.
Die weiss-schwarzen Steine fallen ins Auge.
Die Sonne fällt über das Wasser und leuchtet bis zum Strand. Möwen tänzeln ins Wasser, schwimmen. Die Promenade ist hier weit entfernt. Hier ist eine andere Stimmung, hier am Strand, gleich am Wasser.
Da hinten stehen Strandkörbe. Dort beim Badesteg. Hier lagen die beiden roten Rosen eingewunden in Seegras. Sandig und doch vom Wasser leuchtend schön. Frisch.
Rückweg. Die Perspektive ändert sich. Die Seebrücke. Die Sonne. Jogger. Radfahrer.
Eine Lehmfläche mit Fußabdrücken. Spuren. So wie die Möwen, deren Zehen feine Abdrücke im Sand hinterlassen, bis die Wellen sie wieder überspülen.
Gelesen. Gesehen. Gehört.
Virginia Woolf: Die Wellen, 1931 3 Männer und 3 Frauen, ein Freundeskreis, reflektieren in inneren Dialogen über ihr Leben, gerahmt von Sonnenauf- und Untergängen am Meer.
Was wäre, wenn das Leben anders verlaufen wäre? Der französisch-belgische Spielfilm aus dem Jahr 2019 „Meine geliebte Unbekannte“ handelt von den Protagonisten, die sich nach zehn Jahren plötzlich in einer Parallelwelt wiederfinden.
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