Die vergangenen Wochen vergingen wie im Flug, auch wenn sie von Entbehrungen, seltsamen Begegnungen und harten Kämpfen geprägt waren. Die Welt verändert sich, je weiter wir vordringen – sie wird rauer, fremder und dämonischer. Dennoch halten wir unseren Kurs.
Zunächst stellte sich heraus, dass unsere Verträge mit der sprechenden Katze – die uns einst so clever und geheimnisvoll erschien – ungültig sind. Wie wir erfuhren, darf das Wesen rechtlich gesehen keine bindenden Verträge schließen, was einige Abmachungen mit einem Schlag bedeutungslos machte. Ich kann nicht leugnen, dass mich das verärgert hat. Vertrauen sollte keine Einbahnstraße sein.
Unsere Reise führte uns durch verbrannte und entstellte Landschaften, geprägt von Ascheregen, Säurestürmen und der ständigen Präsenz dämonischer Kreaturen. Unter ihnen begegneten wir einem Bebilith, dessen Ziele sich merkwürdigerweise mit unseren deckten. Ein grausames, spinnenhaftes Wesen – doch in diesem Fall ein unerwarteter, wenn auch instabiler „Verbündeter“. Weniger kooperativ war ein Retriever, ein Höllenkonstrukt von beeindruckender Gewalt, den wir nur mit vereinter Kraft bezwingen konnten.
Ein weiterer Zwischenfall offenbarte sich, als wir auf einen angeblichen Forscher trafen. Sein Verhalten war von Beginn an merkwürdig, also nutzte ich einen einfachen Test: Weihwasser ins Gesicht. Seine wahre Gestalt offenbarte sich sofort – ein Dämon, der keine Gnade kannte. Doch auch wir zeigten keine.
Kurz darauf wurden wir von einem Assassinen überrascht. Heimtückisch traf er Solenne mit einem Pfeil, ehe er sich in den Schatten zurückzog. Doch er hatte seine Rechnung ohne Neanora gemacht, die ihn mit tödlicher Präzision zur Strecke brachte. Ihre Schnelligkeit rettete uns den Moment.
Ein weiterer Sieg war die Einnahme eines Barbarenlagers. Die Führerin, eine stattliche Kriegerin, stellte sich uns in den Weg. Doch Nyaldee forderte sie zum Zweikampf. Der Barbar zog uns in einen Kampf hinein, bei dem er auch seinen weißen Drachen heraufbeschwor. Mit einem gezielten Flame Strike meinerseits und einem wuchtigen Schlag von Nyaldee war der Spuk rasch beendet. Die Unterkunft der Barbaren war… spärlich, um es höflich zu sagen. Daher nahmen wir sie mit nach Drezen, wo sie sich hoffentlich besser eingliedern lassen.
Ein eher persönliches Kapitel schlugen wir auf, als wir eine alte Familiengruft von Nyaldee aufsuchten. Sie war von dämonischem Einfluss korrumpiert worden – doch das Übel war schnell beseitigt. Es war ein Moment der Besinnung, auch für sie, denke ich.
Bei unseren Nachforschungen stießen wir auf Delamere, einen alten sakorischen Priester Erastils. Die Sakorier erinnern an die germanischen Stämme alter Legenden: stolz, wild und tief mit ihrer spirituellen Welt verbunden. Neanora fand ein verstörendes Buch mit dem Titel „Braut des Hirschkönigs“, verfasst von Delamere selbst. Darin vertrat er fanatische Ideen, etwa dass jede Siedlung mit mehr als 53 Personen Ketzerei sei. Wie viele Leben dieses Weltbild wohl gekostet hat?
Bei der Suche nach dem Priester Jeskar Helten trafen wir auf den roten Drachen Cynder Terrador. Ein imposantes Wesen voller Zorn – doch wir konnten ihn überwältigen und schließlich einsperren. Kurz darauf offenbarte sich, dass der Dämon Shachath Besitz von Jeskar ergriffen hatte. Es war ein harter Kampf, doch mein Zauber Protection from Evil schützte ihn lange genug, dass wir Shachath mit Holy Smite vernichten konnten. Danach war es nur noch eine Frage der Worte, ihn zu seinem Glauben zurückzuführen.
Ein bedeutender Moment für mich persönlich war die Entdeckung eines alten Tempels westlich unserer Route. Nach der Reinigung stellte sich heraus, dass es sich um einen Tempel meines Glaubens handelte – ein Tempel Abadars. Ihn zu säubern und ihm seinen heiligen Glanz zurückzugeben, fühlte sich an wie ein kleiner Sieg inmitten all des Chaos.
Gedanken zum Schluss:
Diese Reise verändert uns. Nicht nur körperlich – wir sind müde, gezeichnet – sondern auch innerlich. Misstrauen hat Einzug gehalten, alte Überzeugungen werden geprüft, und manche Entscheidungen lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Doch solange wir noch füreinander kämpfen – und für eine Welt, die sich noch retten lässt – geben wir nicht auf. Ich bete, dass wir das Licht in dieser Dunkelheit nicht verlieren.
Ein Character von Tealk, gespielt wird das Pathfinder Regelwerk und die Wrath of the Righteous Kampagne