Album 25/52
Ich kenne The Prodigy durch Firestarter Mit 12 oder 13 war dieser Song für mich einfach toll! Agressiv, laut und irgendwie hatte er auch was subversives. Beim erneuten Hören fällt aber auf, dass dahinter viel mehr steckt als nur ein bekannter Hit.
Das Album geht direkt in den Nacken. Es ist aggressiv, energiegeladen und hat diese Punk-Attitüde, obwohl es elektronische Musik ist. Der Kopf nickt vor und zurück.
The Prodigy stehen genau an der Schnittstelle von Electro, Hip-Hop und 90er-Rock. Die Songs klingen oft verzerrt und dreckig, fast wie eine Punk- oder Nu-Metal-Band. Viele Ideen würden auch mit Schlagzeug, Bass und E-Gitarre funktionieren.
Dabei verbindet die Band alle möglichen Genre-Einflüsse: Electro, Breakbeats, Hip-Hop, Rock, Punk und Industrial. Das Album klingt dadurch nicht wie klassische elektronische Musik, sondern eher wie eine Rockband, die ihre Instrumente durch Synthesizer und Samples ersetzt hat.
Es erzeugt ständig dieses Gefühl eines 90er-Actionfilms. Ein coolerTyp mit Sonnenbrille, der sich durch den Film prügelt und kämpft. Übertrieben, dreckig und voller Energie.
Das Beeindruckende ist, dass das komplette Album fast ausschließlich aus diesen Songs besteht. Fast jeder Song gibt direkt Vollgas, hat seinen eigenen Charakter und funktioniert sofort.
Nur 2 Songs fallen ein wenig ab. Im letzten Drittel verliert das Album dadurch kurz etwas an Energie. Die Songs wiederholen sich nicht, aber die ganz große Wucht der ersten Hälfte fehlt für kurze Zeit. Und dann kommt das Finale und beendet das Album nochmal mit voller Energie.
Lieblingssongs
- Smack my bitch up
- Breath
- Firestarter
- Funky Shit
- Serial Thrilla
- Mindfield
- Fuel my fire
Bewertung: 8,5/10
Review by @IdleHirn@friendica.de #12Bücher52Alben #Projekt1252 #Musik