Album 10/52
Ich dachte immer Country sei sowas wie Schlager nur mit einem amerikanischen Twist: Bier, Trucks, Heartbreak. Solche Themen eben. Bei Sturgill Simpson habe ich ähnliches erwartet. Aber ich lag weit daneben. Simpson nimmt den klassischen Country-Sound mit warmer Gitarre und typischen Country-Melodien und vermischt das alles mit Texten, die man eher aus dem Stoner- oder Psychodelic-Rock kennt: Drogenerfahrung Existenzialismus, Sinnsuche, Kontrollverlust. Das funktioniert erstaunlich gut. Jeder Song steht für sich, jeder Song fügt sich gut in das Konzept des Albums ein. Das literarische Ich bei Sturgill probiert alles aus: Drogen, Heimat, Religion, sucht verzweifelt nach Bedeutung ( So zumindest meine Interpretation ). Ein sehr tolles, reflektiertes Album, das man auch als Nicht-Country-Kenner hören kann.
Lieblingssongs: – Turtles all The Way Down – Living the Dream – Lomg White Line – It aint all Flowers
Bewertung: 8/10
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