Album13/52

Ich weiß, dass Compton ein ziemlicher sozialer Brennpunkt ist, sonst verbindet mich nichts mit dieser Gegend von L.A. Kendrick Lamar hat mit diesem Album eine Coming of Age Geschichte erzählt, die wohl auf viele Jugendliche aus Compton zutrifft. Der Mann hat allerdings etwas zu sagen. Seine Texte erzählen vom Leben als junger Mann in diesem Stadtteil von L.A. Dabei nimmt er verschiedene Perspektiven ein, z.B die eines aggressiven, testosterongesteuerten 17- Jährigen in Backstreet Freestyle. Was mich aber ein bisschen verwirrt, ist die distanzierte Betrachtungsweise die Lamar einnimmt. Wo Eminem oder Ren mit Emotionalen Texten arbeiten und ihre Wut und Hilflosigkeit rausschreien, erzählt Lamar seine Geschichte wie wenn man ein Buch vorliest. Auch die musikalische Seite plätschert dahin, sehr glatt sehr sauber. Am Ende bin ich zwiespältig: Mir fehlt das Rohe, Emotionale, kann aber der erzählten Geschichte des Albums durchsus etwas abgewinnen.

Lieblingssongs – backstreet freestyle – money trees – good kid – maad city – compton

Bewertung: 5/10

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