Album 16/52

Nach dem letzten Death/MetalCore Album von Upon A Burning Body, das ich gehört habe, war ich halbwegs enttäuscht. Um so mehr die Freude über das aktuelle Album von Lorna Shore. Ich kenne Lorna Shore bereits von Pain Remains. DAS Deathcore-Album der letzten Jahre. Die Erwartungen waren also hoch. Das neue Album ist eine Stunde Angriff auf die Gehörgänge. Will Ramos ist schlicht unzumutbar gut. Seine Gutturals, Growls und Shrieks sitzen, und zwischendrin fast cleaner Gesang. Dabei transportiert er eine emotionale Tiefe die einen kalt erwischt. Austin Archey, der Schlagzeuger, ist sein eigenes Level: lächerlich schnell, lächerlich präzise und unfassbar gut. Was Lorna Shore von anderen Deathcore-Bands unterscheidet merkt man spätestens beim zweiten Song. Oblivion ist sofort wieder melodisch, episch und emotional. Das können sie einfach. Man vergisst eigentlich dass man gerade Deathcore hört und genießt stattdessen wie die verschiedenen Layer zusammenspielen: die Blastbeats, die Growls, Screams, das Orchester. Dabei habe ich noch nicht einmal die Gitarren-Soli erwähnt. Die Konsistenz über das gesamte Album ist beeindruckend. Das einzige was fehlt ist das Konzept der mehrteiligen Suite aus Pain Remains. Dieser große emotionale Bogen über mehrere Songs fehlt hier. Das Album ist brutal und technisch beeindruckend, aber es wäre verwegen Pain Remains übertreffen zu wollen. Das schafft das neue Album nicht. Aber es kommt verdammt nah ran.

Lieblingssongs * Oblivion * Unbreakable * Glennwood * Lionheart * Warmachine * A Nameless Hymn * Forevermore

Bewertung: 9/10

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