Album 19/52

Sehr mystisch, sehr pagan. Das ist der erste Eindruck.

Die Musik wirkt wie ein Blick in eine andere Zeit oder zumindest in eine Version davon. Typische ( denke ich zumindest nordische Folk-Melodien treffen auf eine sehr dichte, fast rituelle Atmosphäre. Manchmal blitzen auch modernere Elemente durch, die das Ganze weniger ein Ritual klingen lassen, sondern eher wie Skalde, der sich an modernen Melodien versucht Sprachlich bin ich komplett außen vor, ich kann kein Norwegisch. Trotzdem fühle ich, dass etwas Inhalt Klang und Stimmung transportiert wird und der Text eher zweitrangig ist.

Das Album ist fast schon spirituell. Nicht im esoterischen Sinn, sondern eher als der Zustand in dem man sich befindet, wenn man ein Naturwunder sieht, oder durch Steinkreise wandelt.

Im Gegensatz zu Heilung wirkt Wardruna für mich weniger „Performance“ und mehr wie ein geschlossenes Klangbild. Man kann sich in den Melodien und Arrangements verlieren, ohne dass es unbedingt einzelne Highlights braucht. Leider fallen manche Songs für mich ab die auch das komplette Album runterziehen. Leider haben diese Songs massive Auswirkungen auf die Atmosphäre und Stimmung für mich, so dass ich immer wieder rausgerissen wurde.

Lieblingstitel:
– Kvitraven – Gra – Munin – Ni – Vindavlaljod – Andvevarljod

Bewertung: 7,5

Review by @IdleHirn@federation.network #12Bücher52Alben #Projekt1252 #Musik