Kehrauspartie im Tessin, so fühlte es sich an. Es gab Zeiten, da spielten drei Teams aus dem Tessin in der gleichen Liga wie Wil. Da sprach man dann von den Tessiner-Wochen, wenn man mehrfach in den Süden fahren musste.

Das ist definitiv vorbei. Lugano spielt sicher in der NLA, Bellinzona steigt klar in die Promotion League ab, Paradiso kämpft um den Abstieg in der Promotion League.

Bellinzona hatte in den letzten gut zwei Jahren Auseinandersetzungen zwischen dem luschen vorherigen Besitzer und den neuen Besitzern aus Kolumbien. Zwischen dem ex-Präsi und den Fans kam es sogar zu Gewalt. Im Frühjahr wurde Bellinzona beinahe suspendiert. Die Lizenz für nächste Saison haben sie erstinstanzlich nicht erhalten.

Auch die Partie in Bellinzona am Montag (!) war effektiv eine Kehrauspartie. Eintritt musste man keinen bezahlen, man wurde nur von einem demotivierten Securitas-Mann durchsucht werden. Das WC-Licht ging nicht an, Verpflegung gab es im Gästesektor nicht, die Ultras der ACB mussten uns versorgen.

Fussballerisch war die Leistung der ACB auch schlecht. Bemüht, aber schlecht. Die Wiler hatten gar keine Probleme insgesamt vier Tore zum 2:4 zu schiessen.

Bellinzona konnte die zwei Tore nur via Penalty erzielen.